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[quote="OC-Gast"][quote]Das bedeutete dann doch das der Dampfdruck bei Metallen knapp 10 mal niedriger ist.[/quote] Bei deinen "Dampfdrücken" beträgt der Unterschied gut 8 [b]Dezimalstellen[/b],das ist nicht das 10-fache(oder 8-fache),sondern ... . Davon abgesehen halte ich die Angaben für nicht besonders hilfreich. "Metalle" gibt schon als reine Elemente sehr viele,die teils sehr unterschiedliche Dampfdrücke aufweisen(vgl. Natrim,Cäsium,Gallium mit Gold,Eisen... ). Für Stahl finde ich auf die schnelle keine Angabe des VP bei Raumtemperatur,er wird generell als seeeehr niedrig(bis fast nicht meßbar) angegeben. Deine Angabe für PU-Harz erscheint mir zu hoch für den völlig ausgehärteten Werkstoff. Selbst wenn dieser um Faktor 1000 oder 10000 höher ist als der von Stahl,hat der Dampfdruck keinen Einfluß auf die Haltbarkeit deiner Sammlerfiguren aus PU o.ä. . OC-Gast.[/quote]
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OC-Gast
Verfasst am: 15. Mai 2026 14:17
Titel: Alterung
Zitat:
Genau deshalb altert Kunststoff mit den Jahren und wird spröde, weil ihm irgendwann diese flüchtigen Stoffe fehlen
Da kam vorher nichts wirklich neues(s. obige Beiträge) und dies ist so zumindest nicht ausreichend.
Die Alterung von Kunststoffen allgemein hat verschiedene Ursachen und variiert mit der Art des Kunststoffs.
Versprödung von Kunststoffen beruht in der Regel auf photoxidativen Prozessen,das Austreten von Weichmachern(als gezielt zugesetzte Komponente für einen Polymerwerkstoff) kann mit dazu beitragen.
Unumgesetzte Edukte oder Lösungsmittelreste können ausgasen,sind aber anteilsmäßig üblicherweise nicht so groß,daß sich die mechanischen Eigenschaften deutlich verändern.Ansonsten wäre der Fertigungsprozeß mangelhaft.
Und es gibt Kunststoffe wie diveres PS-Arten,die keinerlei Weichmacher enthalten.
OC-Gast.
Ben39
Verfasst am: 15. Mai 2026 11:53
Titel:
Einfach gesagt ist der Unterschied riesig. Bei einem Metall wie Edelstahl sind die Atome extrem fest miteinander verbunden. Bei normaler Temperatur verdampft da absolut gar nichts, der Materialverlust ist quasi null.
Beim Polystyrol ist das anders. Die eigentlichen Kunststoffketten sind viel zu schwer, um in die Luft zu gehen. Was hier aber an der Oberfläche verloren geht, sind Rückstände aus der Produktion: kleine eingeschlossene Gasmoleküle, Lösemittel oder chemische Zusatzstoffe. Das ist der Effekt, den man als Ausgasung bezeichnet (und den man bei neuen Plastiksachen oft riechen kann).
Im Vergleich verliert das Polystyrol an der Luft also minimal an Gewicht, weil diese chemischen Leichtgewichte nach und nach verfliegen, während der Edelstahl absolut stabil bleibt. Genau deshalb altert Kunststoff mit den Jahren und wird spröde, weil ihm irgendwann diese flüchtigen Stoffe fehlen – dem Metall passiert das nicht.
Dieses Phänomen der Verdampfung von Restmonomeren wird durch UV-Strahlen und Temperaturschwankungen noch extrem verstärkt, weil sie die schwachen Polymerketten durch radikalische Degradation aufbrechen. Das sieht man oft bei Alltagsgegenständen in Fensternähe. Meine Nichte hatte das Problem mit Deko-Figuren aus Plastik, die irgendwann klebrig wurden. Für ihr Zimmer stellt sie deshalb jetzt lieber ein großes,
flauschiges Capybara-Kuscheltier aus weichem Plüsch
auf die sonnigen Regale. Der stabile Stoff hält dem Tageslicht locker stand und dünstet keine giftigen flüchtigen organischen Verbindungen aus.
The Crow
Verfasst am: 19. Apr 2026 10:09
Titel:
Interessante Frage.
Kann man über den Dampfdruck wirklich auf die Massenverluste schließen?
Ist das untereinander vergleichbar?
Worms
Verfasst am: 16. Apr 2026 10:40
Titel:
Da habe ich mich aber übel vertan.
Das heißt also, auch wenn der Dampfdruck um den Faktor 10.000 höher wäre bei dem PU Harz, dann bedeutet dies nicht, dass die Materialverluste im Vergleich zum Metall dann auch um den Faktor 10.000 höher sind?
Denn das wären dann schon 60 Mikrometer und das wäre schon spür - / sichtbar.
OC-Gast
Verfasst am: 16. Apr 2026 09:26
Titel: Dampfdruck
Zitat:
Das bedeutete dann doch das der Dampfdruck bei Metallen knapp 10 mal niedriger ist.
Bei deinen "Dampfdrücken" beträgt der Unterschied gut 8
Dezimalstellen
,das ist nicht das 10-fache(oder 8-fache),sondern ... .
Davon abgesehen halte ich die Angaben für nicht besonders hilfreich.
"Metalle" gibt schon als reine Elemente sehr viele,die teils sehr unterschiedliche Dampfdrücke aufweisen(vgl. Natrim,Cäsium,Gallium mit Gold,Eisen... ).
Für Stahl finde ich auf die schnelle keine Angabe des VP bei Raumtemperatur,er wird generell als seeeehr niedrig(bis fast nicht meßbar) angegeben.
Deine Angabe für PU-Harz erscheint mir zu hoch für den völlig ausgehärteten Werkstoff.
Selbst wenn dieser um Faktor 1000 oder 10000 höher ist als der von Stahl,hat der Dampfdruck keinen Einfluß auf die Haltbarkeit deiner Sammlerfiguren aus PU o.ä. .
OC-Gast.
Worms
Verfasst am: 16. Apr 2026 07:39
Titel:
Ich habe was gefunden.
Dampfdruck Metalle:
0,000000001 hPA
Dampfdruck über PU Harz
0,1 hPa
Das bedeutete dann doch das der Dampfdruck bei Metallen knapp 10 mal niedriger ist.
In der Zeit wo also 6 Nanometer von einem Metall "absublimieren / abdampfen" sind es dann bei einem Kunstsoff 60 Nanometer.
Richtig?
The Crow
Verfasst am: 15. Apr 2026 13:24
Titel:
Vielleicht gibt es ja einen direkten Vergleich.
PU Harz zu Stahl im Dampfdruck.
Dann bekommt der TES eher eine Vorstellung.
Gesteinsmehl ist zu sehen wie Metall.
Das hat praktisch keinen messbaren Dampfdruck und das ist es ja was zugemischt wird zu dem PU Harz.
Worms
Verfasst am: 14. Apr 2026 17:28
Titel:
Danke dir!
Also das Polyresin / Polystone besteht aus einem Gießharz auf Polyurethan Basis plus das Gesteinsmehl.
Ich nehme an hierbei ist die Sublimation ähnlich geringst wie bei den Metallen?
Diese liegt im Bereich von wenigen Nanometern Materialverlust nach Jahrhunderten.
Damit wären dann alle meine Fragen beantwortet.
Vielen Dank!
OC-Gast
Verfasst am: 13. Apr 2026 09:36
Titel: Sublimation
Sowohl Sublimation,als auch das "Ausgasen",wären Prozesse,die man so gut wie nicht sinnvoll reduzieren kann.
Wie oben bereits beschrieben ist dazu der Vorgang der "Sublimation" für die üblichen Kunststoffe kein relevanter Prozeß in menschlichen Zeiträumen.
Die Abgabe von Giftstoffen könnte nur unter bestimmten Bedingungen und nur für ganz bestimmte Polymere relevant sein,in praxi ist das für die EU-zertifizierten Produkte,auch im Spielzeugbereich,kein Problem.
Ein Veränderung,bzw. Alterung deiner Sammelfiguren ist durch entsprechende Lagerung zu reduzieren.Wie in anderen threads zu den diversen Sammelfuguren
(gekauft,3-D-Druck..) schon erklärt,sollten Licht- und Lufteinfluß reduziert werden.Wenn täglich betrachtet werden soll,empfiehlt sich eine Vitrine mit Museumsglas oder anderen UV-absorbierenden Materialien.
Dazu nicht dem direkten Tageslich ausgesezt können solche Exponate sehr lange unverändert bleiben.
Dabei sind manche Kunststoffe anfälliger,manche weniger.
OC-Gast.
Worms
Verfasst am: 12. Apr 2026 15:43
Titel:
Zum einen geht es um die Sorge Giftstoffe aufzunehmen und zum anderen auch um die Angst (bitte nicht lachen) das wertvolle Exponate aus meiner Sammlung allmählich ihre Details verlieren.
Vor Jahren gab es hier mal Themen zur Sublimation.
Allerdings nur von Metallen.
Das waren aber nur Nanometer in Jahrhunderten an Material Verlusten.
Also gar nicht vorstellbar.
Und ich habe mich gefragt ob das bei meinen Kunstoff Exponaten aus teilweise den dreißigern, oder eben auch den neueren Polystone oder Polyresin Kunstwerken die ich mir angeschafft habe ähnlich greing, nämlich praktisch nichts ist.
Bitte nicht lachen, ich hänge extrem an diesen Sachen. . .
Ich habe sogar noch Eisläffel aus Polystyrol von 1955 mit denen man tatsächlich noch essen könnte und die aussehen wie frisch aus der Fabrik.
OC-Gast
Verfasst am: 11. Apr 2026 18:55
Titel: Sublimation
Da "wandern" keine einzelnen Atome ab.
Wenn der Dampfdruck hier als Sublimationsdruck beim Übergang der festen in gasförmige Phase zu verstehen ist,gehen bei normalen äußeren Bedingungen
(Druck,Temperatur) nur niedermolekulare Berbindungen aus dem Werkstoff von dessen Oberfläche in die umgebende Atmosphäre.
Bei Resin auf Epoxidharzen ist der Dampfdruck ebenfalls sehr niedrig,da das Polymer zu groß/schwer ist und mit vielen anderen Oberflächenmoleklen wechselwirkt.
Was ist dein Interesse am Dampfdruck solcher Werkstoffe,geht es um Sorge "Giftstoffe" aufzunehmen oder anderes?
OC-Gast.
Worms
Verfasst am: 11. Apr 2026 17:52
Titel:
Kurzer Nachtrag:
So ein Kunstharz hat also mehr Oberflächensublimation als ein Spritzugßkunststoff?
Ich meine nicht was an Chemie von Innen nach draußen abwandert.
Nur rein die Atome an der Oberfläche die sich von ihren Kameraden los lösen und abhauen.
DAs Steinmehl was man da hinzu fügt hat ja vermutlich in die Richtung gar keinen messbaren Dampfdruck, ähnlich wie bei den Metallen.
So hätte ich es vermutet.
Allerdings hätte ich das auch bei den Kunstharzen so vermutet aus denen ja z.b. bei 3 D Druck auch die Resinfiguren etc. entstehen.
Also mir geht es da rein um das abwnadern der Atome direkt an der Oberfläche.
Worms
Verfasst am: 11. Apr 2026 17:19
Titel:
Ich meinte das mit der Beständigkeit anders.
Nicht im Sinne von chemisch besser beständig.
Ich wollte damit ausdrücken, dass ich vermute das bei den Resinen oder auch solchen Komposite Werkstoffen Wie Resin mit Kunststein dieses ab sublimieren von den oberflächennahen Atomen noch weniger sein müsste als bei einem einfachen Spritzgusswerkstoff wie z.b. Polystyrol.
Oder lieg ich da falsch?
OC-Gast
Verfasst am: 10. Apr 2026 15:40
Titel: Sublimation
Zitat:
so Spezialmischungen, die ja auch
besonders beständig
Es geht nicht um Beständigkeit,sondern um die Zusammensetzung des Materials.Bei Polymerwerkstoffen trägt unter normalen Bedingungen das Polymer an sich nicht (relevant) zum Dampfdruck bei.
Da sind niedernolekulare Verbindungen(z.B. Monomere/unumgesetztes Edukt,
Weichmacher etc.) zu betrachten.
Beim Polystone(Name ist nicht eindeutig),einer Art Komposit-Material,kommt es auf das verwendete "Kunstharz" an.
Aber generell spielt der Dampfdruck im Alltag keine Rolle.
Da war es früher(u.U. heute noch) ein Problem,wieviel Formaldehyd aus Möblen auf Spanplattenbasis ausdünstet.
Bei polymeren Werkstoffen,die Weichmacher enthalten,hat man zurweilen das Proble,daß dieser an die Oberfläche diffundiert und dort für recht klebrige Veränderungen verantwortlich ist.
OC-Gast.
Worms
Verfasst am: 10. Apr 2026 05:48
Titel:
Vielen Dank!
Ich nehme an, dass es bei anderen Kunststoffen und Resinen praktisch genauso ist und das so Spezialmischungen, die ja auch besonders beständig sind, sogar noch weniger an Sublimation / Abdampfen gibt.
Ich denke dabei an Polyresin / Polystone.
OC-Gast
Verfasst am: 05. Apr 2026 10:10
Titel: Dampfdruck
Überlege mal,wie der Dampfdruck prinzipiell entsteht und von welchen äußeren Faktoren er abhängt.
Bei vielen Metallen ist der Dampfdruck bei RT und Normaldruck so niedrig,daß er im normalen Alltag vernachlässigbar ist.
Erst bei höheren Temperaturen und/oder im großem Vakuum kann auch dieser Dampdfruck relevant werden.
Bei vielen Kunststoffen ergibt sich ein gemessener "Dampfdruck" bei RT durch den anderweitig beschriebenen Prozeß des Ausgasens.
Es gehen alos keine einzelnen Polymermoleküle in die Gasphase über,sondern niedermolekulare Verbindungen lösen sich von der Oberfläche,bzw. aus dem Inneren des Kunstsstoffes.
Bei Metallen können einzelne Atome das Gitter verlassen und reversibel wieder dorthin zurück kehren.Bei Polymeren ergibt sich erst bei höheren Temperaturen ein gewisser Dampfdruck,der auf partielle thermische Zersetzung beruht.
Der Vorgang ist in der Regel nicht reversibel.
Nach meiner Einschätzung wäre der Dampfdruck eines reinen Polymers mit dem eines Metalls bei RT ungefähr gleiche Größenordnung,aber durch das Ausgasen ist das nicht direkt vergleichbar.
OC-Gast.
Worms
Verfasst am: 04. Apr 2026 20:46
Titel: Kunststoffe Dampfdruck
Meine Frage:
Alle Stoffe haben doch einen Dampfdruck. Deswegen gibt es sogar bei Metallen Sublimation.
Ist das bei Kunststoffen genauso.
Bei Polystyrol.als Beispiel.
Wie ist deren Dampfdruck und damit der Materialverlust an der Oberfläche im Vergleich zu einem Edelstahl?
Meine Ideen:
Kann es nicht abschätzen.