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Polystyrol Gast
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Verfasst am: 08. Dez 2024 20:30 Titel: Kann man aus gasförmigem H und element. C Polystyrol machen? |
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Kann man aus gasförmigem Wasserstoff und elementarem Kohlenstoff Polystyrol machen?
1. Falls ja, wie würde das gehen?
2. Ebenfalls falls ja, ginge es auch, wenn der Wasserstoff anstatt aus Protium aus Tritium bestehen würde?
3. Und falls es nicht geht, kann man den in Polystyrol vorhandenen Protium Wasserstoff durch Tritium ersetzen?
4. Falls Punkt 3 geht, wie würde das gehen? |
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Nobby Moderator
Anmeldungsdatum: 20.10.2014 Beiträge: 6781 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 08. Dez 2024 23:06 Titel: |
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Zu 1. Aus den Elementen ist zu viel Aufwand. Aus Wasserstoff und Kohlenstoff kann man einige Millionen Verbindungen bilden, warum gerade Styrol.
Den Kohlenstoff-Wasserstoff Schritt hat die Natur schon gemacht. Es gibt Kohle oder Erdöl aus denen man die Grundstoffe wie Ethen, Benzol , Styrol heraus holen kann.
Zu 2. Theoretisch auch, jedoch gibt es zu wenig Tritium und das ist noch Radioaktiv.
Zu 3, 4 Eher nicht.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Styrol
Was ist Hintergrund der Frage? |
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OC-Gast Gast
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Verfasst am: 09. Dez 2024 10:20 Titel: Synthesen |
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Frage 1 erinnert mich an alte Prüfungsfragen,wo man aus Kohelnstoff und Wasserstoff verschiedene organische Verbindungen herstellen sollte,dabei natürlich als mehrstufige Synthesen gedacht.
Styrol und damit Polystyrol ließe sich so herstellen,aber nicht ökonomisch.
Bei 3 und 4 würde ich mich einfach an H-D-Austauschreaktionen orientieren,da diese analog mit Tritium funktionieren würden.
So gibt es speziell für PS den H-D-Austausch am Aromaten:
H–D exchange reaction on benzene ring of polystyrene in hydrothermal deuterium oxide with platinum(iv) oxide catalyst .
Bei Recherche wird man wohl noch andere Verfahen finden,
der limitierende Faktor ist die Verfügbarkeit und Umgang mit T2,bzw. T2O.
OC-Gast. |
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Polystyrol Gast
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Verfasst am: 09. Dez 2024 21:14 Titel: |
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Vielen Dank für eure Antworten.
| Nobby hat Folgendes geschrieben: |
Was ist Hintergrund der Frage? |
Eine Wasserstoffbombe enthält sehr viel Polystyrol zwischen der klassischen Kernspaltungsbombe und dem H-Bombenanteil.
Siehe die Grafik im Wikipedia-Artikel Kernwaffentechnik#Teller-Ulam-Design
Ich habe mich schon immer gefragt, warum man den Bereich nicht einfach leer lässt, was mit Stützkonstruktionen, oder eventuell auch ganz ohne solche, ja durchaus gehen würde und stattdessen den Bereich mit Polystyrol auffüllt?
Ich könnte mir hier vorstellen, dass es Sinn macht oder vielleicht sogar notwendig ist, anstatt normalem Polystyrol, Polystyrol zu verwenden, bei dem die Protium Wasserstoffatome alle mit Deuterium und Tritium ausgetauscht wurden. Dann hätte man gleich noch mehr Fusionsbrennstoff zur Verfügung.
Falls es nötig ist, dürfte das der Geheimhaltung unterliegen, weswegen man keine freigegeben Quellen dazu findet, die das belegen oder verneinen.
Der Aufwand und die Kosten für die synthetische Herstellung von solchem Polystyrol aus elementarem Deuterium und Tritiumgas wäre dann für diese militärische Anwendung auch sekundär. |
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Nobby Moderator
Anmeldungsdatum: 20.10.2014 Beiträge: 6781 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 09. Dez 2024 21:18 Titel: |
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Der Brennstoff für H Bomben ist LiD Lithiumdeuterid ein Salz und nicht Polystyrol. Das PS wird bei der Zündung in Plasma verwandelt und komprimiert zusammen mit dem Strahlungsdruck der Gamma- und Röntgenstrahlung und der durch sie erzeugten Ablation die Fusionsstufe. Im Plutoniumstab läuft die Kernspaltungs-Kettenreaktion ab.
Zuletzt bearbeitet von Nobby am 09. Dez 2024 21:28, insgesamt einmal bearbeitet |
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Polystyrol Gast
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Verfasst am: 09. Dez 2024 21:26 Titel: |
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| Nobby hat Folgendes geschrieben: | | Der Brennstoff für H Bomben ist LiD Lithiumdeuterid ein Salz und nicht Polystyrol. |
Im H-Bombenanteil, ja, aber nicht im Zwischenraum zwischen dem H-Bombenanteil und dem Kernspaltungsbombenanteil. Dort befindet sich Polystyrol.
In der Wikipediagrafik die Nummer 5.
Und dass man nur LiD verwenden würde, ist ja nur das, was offiziell bekannt bzw. freigegeben ist. Es wäre also problemlos möglich, dass das Polystyrol ebenfalls eine entsprechende Funktion erfüllt. |
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Nobby Moderator
Anmeldungsdatum: 20.10.2014 Beiträge: 6781 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 09. Dez 2024 21:29 Titel: |
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Lese den Artikel, die Funktion ist doch beschrieben. |
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Polystyrol Gast
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Verfasst am: 09. Dez 2024 21:29 Titel: |
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Ergänzung:
| Polystyrol hat Folgendes geschrieben: | | Es wäre also problemlos möglich, dass das Polystyrol ebenfalls eine entsprechende Funktion erfüllt. |
Und falls das so sein sollte, wird man das nicht mit Protiumbasierten Polystyrol machen, denn für dieses wären zu hohe Temperaturen für eine Fusion notwendig. Mit Deuterium und Tritum wäre das wesentlich einfacher da die Temperaturen niedriger sein können.
Ob die Abstände der Atome in den jeweiligen PS Molekülen dafür reichen und ob die Kohlenstoffatome da störend wirken, weiß ich nicht. |
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Polystyrol Gast
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Verfasst am: 09. Dez 2024 21:32 Titel: |
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| Nobby hat Folgendes geschrieben: | | Lese den Artikel, die Funktion ist doch beschrieben. |
Wie schon gesagt, das ist die offizielle Erklärung. Das bedeutet nicht, dass die vollständig sein muss. Und genau um diese Frage geht es mir ja.
Denn, warum ist das Polystyrol überhaupt da, wenn man es weglassen könnte?
Oder warum ist es Polystyrol und falls die Masse oder Dichte eine Rolle spielt, nicht einfach bspw. Aerographit, das 75 mal leichter als PS wäre? |
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Nobby Moderator
Anmeldungsdatum: 20.10.2014 Beiträge: 6781 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 09. Dez 2024 21:37 Titel: |
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PS ist ein Isolier und Füllmaterial wie auch in anderen Anwendungen wie Verpackungen, Bau Material, etc. Da ist kein besonderes Geheimnis. Irgendwie muss ja das Geraffel in der Bombe stabilisiert werden und bei der Zündung wird es verdampft und erzeugt zusätzlichen Druck. |
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Polystyrol Gast
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Verfasst am: 09. Dez 2024 21:51 Titel: |
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Das mag sein, aber schau dir mal eine normale moderne Weltraumrakete an. Die designed man, um Masse zu sparen, so, dass die äußere Hülle auch gleich die beiden Tanks bildet.
Zur Trennung von Treibstoff und Oydatortank ist dann nur noch eine in die Hülle integrierte Trennwand nötig und das ist viel leichter, als wenn man zwei Tanks mit eigener Hülle in der Raketenhülle verpacken würden.
Ähnliche Überlegungen wären auch bei Wasserstoffbomben denkbar und trotzdem nutzt man hier Polystyrol. Sehr seltsam.
Und natürlich wären auch Metallstreben genauso gut möglich, um den Fusionsteil in der Mitte zu platzieren.
Und dann gibt es noch ein weiteres Indiz, dass für eine Doppelfunktion des Polystyrols sprechen könnte. Der hohe Wartungsaufwand der Bomben und die hohen Kosten.
Sowohl das Uran 235 oder alternantiv, beim Implosionsdesign, das Pu 239 halten für militärische Maßstäbe praktisch ewig. Das dürfte man daher weder warten noch austauschen müssen.
Die chemischen Sprengstoffe dürften auch für Jahrzehnte verwendbar sein und selbst wenn nicht, dürfte man die noch relativ einfach und kostengünstig austauschen können.
Das Lithium im H-Bombenteil hält ebenfalls praktisch ewig, die Gehäusekomponenten, das Polystyrol, falls es nur aus Protium Wasserstoff besteht, hält auch ewig.
Die Elektronik wird man vielleicht hin und wieder mal erneuern, aber das kostet keine Unsummen.
Was wird da an den Bomben also gewartet, das so teuer ist bzw. die Wartung so aufwendig und teuer macht?
Wenn nicht Komponenten, die radioaktives Tritium enthalten, das eine Halbwertszeit von nur 12,32 Jahren hat und daher eine teure und aufwendige Wartung alle ca. 3-6 Jahre erforderlich machen könnte?
Ich sag nicht, dass ich mit meiner Vermutung recht habe, ich würde es aber auch nicht ausschließen. Es könnte Sinn machen. Und ob es so ist, wissen ohnehin nur die Leute in Los Alamos, Moskau und den anderen Stellen in den noch übrigen H-Bombenfähigen Ländern. |
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Nobby Moderator
Anmeldungsdatum: 20.10.2014 Beiträge: 6781 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 09. Dez 2024 21:55 Titel: |
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In diesem Sinne schließe ich den Threat jetzt, da es nur um nicht fundierte Spekulationen geht |
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