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CO2 Lösung im Destillat
 
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Guido1000



Anmeldungsdatum: 22.03.2025
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 22. März 2025 01:11    Titel: CO2 Lösung im Destillat Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Ich möchte wissen was mit CO2 passiert, das zusammen mit Wassergas kondensiert.
Mein frisches Destillat ist immer PH<5 und µSiemens =0-30.

Meine Ideen:
Jetzt lass ich das 3 Tage stehen und messe nochmal.
Aus der Differenz der Werte will ich berechnen, wieviel CO2 im frischen Destillat war und wieviel µSiemens aus
mitgerissenem Salz. Bin ich auf dem richtigen Weg?
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6781
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 22. März 2025 05:50    Titel: Antworten mit Zitat

Bedingung Wassergasreaktion Temperatur Druck
Da kondensiert kein Wassergas, höchstens Wasser, alle anderen Partner sind gasförmig bei RT.
Wozu ist bei Dir das Wasser wichtig. Normal geht's doch um den Wasserstoff und das Kohlenmonoxid dabei.
H2O + C => H2 + CO
H2O + CO => CO2 + H2

Wo soll Salz herkommen. Die Reaktion findet in der Gasphase statt.
Wenn wirklich Salz da ist, mal mit Silbernitrat prüfen.
CO2 in Wasser bildet Kohlensäure., die aber durch Aufkochen verschwindet. Das Stehenlassen kann man sich sparen. Eher würde ein destilliertes Wasser CO2 aus der Luft absorbieren.



images.png
 Beschreibung:
Druck Temperatur
 Dateigröße:  5.45 KB
 Angeschaut:  1822705 mal

images.png



K_dGr_WGS.svg.png
 Beschreibung:
Wassergas shift
 Dateigröße:  25.63 KB
 Angeschaut:  1822705 mal

K_dGr_WGS.svg.png


AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 22. März 2025 09:25    Titel: Wasser"gas" Antworten mit Zitat

Hi Nobby!
Ich vermute,es geht hier nicht um die Wassergasreaktion und deren Produkte sondern um eine Destillation einer wäßrigen Lösung.
Dabei wird ja auch flüssiges Wasser "gasförmig".
Es fehlen jedoch ein paar mehr Infos zu seinem Ansatz,was wurde wozu destilliert.
Ansonsten gilt halt,daß man CO2 aus einer wäßrigen Lösungen durch Verkochen austreiben kann.
Destilliertes Wasser,unter passenden Bedingungen,ist erstmal ohne große Anteile an CO2.Es nimmt aber schnell welches aus der Umgebungsluft auf,der pH-Wert sinkt,die Leitfähigkeit nimmt zu.

AC-Gast.
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6781
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 22. März 2025 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Naja, aber ich würde das dann nicht Wassergas nennen sondern Wasserdampf. Der Name Wassergas ist für das CO H2 Gemisch festgelegt.
Wie alt ist der TES. Noch Schüler?
chemiewolf



Anmeldungsdatum: 06.07.2022
Beiträge: 583
Wohnort: Rheinhessen

BeitragVerfasst am: 22. März 2025 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

es kann nur Wasserdampf gemeint sein. Bei Wassergas kondensiert nichts....
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6781
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 22. März 2025 14:14    Titel: Antworten mit Zitat

Das habe ich alles im meinem ersten Post doch ausgeführt.
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 22. März 2025 15:05    Titel: Nachtrag zur Frage Antworten mit Zitat

Hab es bewusst Wassergas genannt, also gasförmiges Wasser, weil es ja kein Wasserdampf ist, was da mit CO2 in Berührung kommt. Sondern verdampftes Wasser mit CO2 zusammen kondensiert zu CO2-haltigem Wasser. Danke schonmal für die vielen Antworten.
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 22. März 2025 15:17    Titel: Re: Wasser"gas" Antworten mit Zitat

AC-Gast hat Folgendes geschrieben:
Hi Nobby!
Ich vermute,es geht hier nicht um die Wassergasreaktion und deren Produkte sondern um eine Destillation einer wäßrigen Lösung.

AC-Gast.


Ja genau, es fliesst reines Wassergas (also gasförmiges Wsser) zusammen mit CO2 durch ein Rohr, keine Luft anwesend, nichts anderes, dann kondensiert es. Meine Annahme ist, daß sich ordentlich viel CO2 im Wasser löst (alles vermutlich). Aber ich möchte es auch messen und beweisen.

Sorry ich gab vergessen, daß der Begriff Wassergas chemisch schon anders belegt ist. Wasserdampf ist aber auch falsch. Sagen wir gasförmiges Wasser OK? Das Problem ist, daß ich den µSiemenswert erklären muß. War die Destillation unsauber und hat Salze mitgerissen oder kommt es vom CO2? Bzw. wieviel von Salzen, wieviel vom CO2.
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 22. März 2025 15:24    Titel: Das hilft schonmal Antworten mit Zitat

Das mit dem Aufkochen ist ein guter Ansatz (manchmal ist man zu blind für die einfachsten Sachen). Aber ich möchte auch ne Formel, sodaß die Kunden das selber überprüfen können wie gut die Destillation ist und für die möchte ich nicht verlangen, das aufkochen zu müssen. Aber trotzdem schonmal Danke für den Tip mit dem aufkochen (shame on me )
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6781
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 22. März 2025 16:24    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Aufklärung. Trotzdem nennt man gasförmiges Wasser Dampf. Da braucht man kein neues Wort kreieren. Festes Wasser nennt man übrigens Eis.

Mal hier alles lesen.

https://klassewasser.de/content/language1/mobil/3650.php

Zitat:
Ich möchte wissen was mit CO2 passiert, das zusammen mit Wassergas kondensiert.
Mein frisches Destillat ist immer PH<5 und µSiemens =0-30.


Der pH Wert ist eine Hausnummer. Man kann von reinem Wasser diesen nur messen wenn ein neutrales Leitsalz KCl, NaNO3, etc. zugegen ist.

Reines (destilliertes) Wasser weist aufgrund seiner Eigendissoziation bei 25°C eine elektrische Leitfähigkeit zwischen 0,5 µS/cm und 2,0 µS/cm auf.
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 22. März 2025 17:09    Titel: Destillation Antworten mit Zitat

Zitat:
Aber ich möchte auch ne Formel, sodaß die Kunden das selber überprüfen können wie gut die Destillation ist


Worum geht es denn jetzt genau,ist das ein gewerbliches Projekt?
Wie oben beschrieben kann man CO2 durch Verkochen aus einer wäprßgen Lösung entfernen.Man kann auch destillieren,muß dann dafür sorgen,daß nicht wieder CO2 aufgenommen wird.
Die Qualität des Destillats kann aber auch von der verwendeten Apparatur abhängen,für bestimmte Bereiche wird Wasser dreifach destilliert in einer Quarzglasapparatur.

AC-Gast.
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 24. März 2025 15:23    Titel: Reines Wasser und Messprobleme Antworten mit Zitat

Nobby, Danke für das mit dem Eis. Bitte nochmals um Nachsicht. Dampf ist ja (für Nichtchemiker) sichtbar und mir ging es darum, daß da noch nichts kondensiert ist. Also gut auch das ist Dampf ok, habs begriffen nun..und entschuldige mich für die Verwirrung

Nobby hat Folgendes geschrieben:
Man kann von reinem Wasser diesen nur messen wenn ein neutrales Leitsalz KCl, NaNO3, etc. zugegen ist.
Warum ist das so?

Nobby hat Folgendes geschrieben:
Reines (destilliertes) Wasser weist aufgrund seiner Eigendissoziation bei 25°C eine elektrische Leitfähigkeit zwischen 0,5 µS/cm und 2,0 µS/cm auf.


Die Eigendissoziation soll bei PH 7 nur 0,05 µSiemens ausmachen? Hast Du zu Deinen 0,5-2 mehr Infos, wieso schwankt die überhaupt? oder ist da fast reines Wasser gemeint?
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 24. März 2025 15:23    Titel: Nachtrag zur Frage Antworten mit Zitat

Hab es bewusst Wassergas genannt, also gasförmiges Wasser, weil es ja kein Wasserdampf ist, was da mit CO2 in Berührung kommt. Sondern verdampftes Wasser mit CO2 zusammen kondensiert zu CO2-haltigem Wasser. Danke schonmal für die vielen Antworten.
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 24. März 2025 15:28    Titel: Re: Destillation Antworten mit Zitat

AC-Gast hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Aber ich möchte auch ne Formel, sodaß die Kunden das selber überprüfen können wie gut die Destillation ist


Worum geht es denn jetzt genau,ist das ein gewerbliches Projekt?
Wie oben beschrieben kann man CO2 durch Verkochen aus einer wäprßgen Lösung entfernen.Man kann auch destillieren,muß dann dafür sorgen,daß nicht wieder CO2 aufgenommen wird.
Die Qualität des Destillats kann aber auch von der verwendeten Apparatur abhängen,für bestimmte Bereiche wird Wasser dreifach destilliert in einer Quarzglasapparatur.

AC-Gast.


Also bei der Destillation entsehen große Mengen CO2. Mir geht es darum, ob sich die gesamte Menge CO2 nachher auch im Destillat wiederfindet oder ob die teilweise gasförmig entweicht. Die Menge CO2 kann ich ja berechnen aus dem HCO3- des Wassers. Für jemand, der heute gelernt hat, was Eis ist, schonmal beachtlich.
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6781
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24. März 2025 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wasser in der Gasphase ist nicht sichtbar.Sehen tut man kleine Wassertröpchen, wie beim Nebel.Da ist neben dem Dampf schon etwas Wasser kondensiert.
Wieso soll bei der Drstillation CO2 entstehen. Was destillierst Du denn?
Das Wasser ist heiss, der Dampf kondensiert unterhalb von 100° C. Da ist sämtliches CO2 verschwunden. CO2 kann beim Abkühlen aus der Luft wieder aufgenommen werden. Wenn man die Apparatur aber vollständig versiegelt, bleibt das Wasser CO2 frei.
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 24. März 2025 16:46    Titel: leitfähigkeit Antworten mit Zitat

Zitat:
Hast Du zu Deinen 0,5-2 mehr Infos, wieso schwankt die überhaupt? oder ist da fast reines Wasser gemeint


Die Werte für elktrische Leitfähigkeiten findet man in diversen Tabellenwerken u.ä. ,die oben genannten Werte für reines Wasser variieren,da "reines" Wasser schon durch kleinste Mengen an entsprechenden Verunreinigungen höhere Leitfähigkeiten aufweisen.
Diese hängt von elektrischen Ladungsträgern ab,in wirklich reinem Wasser sind das nur die durch Autoprotolyse gebildeten Hydronum- und Hydroxidionen.
Noch mal gefragt:
Was destillierst du und wozu genau?
Wer von "Kunden" schreibt,legt nahe,daß es gewerblich sein soll.
Das ist nicht verboten,aber mehr Infos erhöhen die Qualität der Antworten.

AC-Gast.
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 24. März 2025 19:31    Titel: Re: Destillation Antworten mit Zitat

Nobby hat Folgendes geschrieben:

Wieso soll bei der Destillation CO2 entstehen. Was destillierst Du denn?


Wasser z.B. Leitungswasser mit viel KH. Aus den Hydrogencarbonaten entsteht CO2. Dazu ist im Wasser noch NaHCO3.
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6781
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24. März 2025 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Das CO2 geht doch bei der Destillation raus. Bei 100° C löst sich kein CO2 das gast aus. Das Natriumhydrogencarbonat und andere Salze wie Kalk etc. bleiben als Rückstand zurück. Auf der Kondensatseite gibt's nur H2O.
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 24. März 2025 23:32    Titel: Autoprotolyse temperaturabhängig Antworten mit Zitat

Bin jetzt schon ein Stück weiter. Die Messwerte hatten unterschiedliche Temperatur, was Einfluss auf den PH haben kann.
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6781
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24. März 2025 23:34    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht nur kann sondern hat.
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 25. März 2025 09:55    Titel: CO2 Antworten mit Zitat

Zitat:
Wasser z.B. Leitungswasser mit viel KH. Aus den Hydrogencarbonaten entsteht CO2. Dazu ist im Wasser noch NaHCO3.


Wenn das CO2 überwiegend aus Salzen stammen,die für die Carbonathärte relevant sind,wäre u.U. erst längeres Erhitzen unter Rückfluß sinnvoll.
Dabei wird aus den Hydrogencarbonaten Carbonat und CO2,weobei letzteres ausgetrieben wird.
Dann destillieren,das Destillat enthält dann nur noch sehr wenig CO2 aus der Umgebungsluft(falls dies nicht verhindert wird mit z.B Gaswaschflasche mit Natronlauge o.ä. .
Die elektrische Leitfähigkeit von Wasser nimmt mit steigender Temperatur zu,da sich das Dissoziationsgleichgewicht(Autoprotolyse) verschiebt,so mehr Ladungträger vorhanden sind.

AC-Gast.
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 25. März 2025 22:45    Titel: Re: Destillation Antworten mit Zitat

Die Verdampfung erzeugt auf Dauer (durch immer weiteres Eindampfen neuen Wasser) eine Lauge PH>11. Darin oxidieren (mit NO3) organische Abfallstoffe im Wasser. Das ergibt CO2 und dann die Hydrogencarbonate und manchmal auch Zusätze von NaHCO3. Ich will halt messen, wieviel CO2 im Destillat ist und wieviel "mitgerissene" Salze. Darum nehme ich vom frischen Destillat den PH/µSiemens und vom abgekochten. Die Differenz soll mir das Ergebnis zeigen. Allerdings steigt der µSiemens unerklärlicherweise durch das Abkochen. Es sieht so aus, als würden sich einige mitgerissene Salz erst später lösen.
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 26. März 2025 09:51    Titel: CO2 Antworten mit Zitat

Zitat:
Die Differenz soll mir das Ergebnis zeigen. Allerdings steigt der µSiemens unerklärlicherweise durch das Abkochen. Es sieht so aus, als würden sich einige mitgerissene Salz erst später lösen.


Wenn eine Destillation richtig durchgeführt wird,gehen da keine der üblichen anorganischen Salze mit über,finden sich also nicht im Destillat.
Wären sie mit über gegangen,wären sie schon gelöst,deine Annahme ist falsch.
Da von hier aus nicht bekannt,wie du das Destillieren und Abkochen durchführst,bzw. wie sauber die verwendeten Glasgeräte sind(u.U. werden beim Abkochen des Destillats Verunreinungen an der Glasoberfläche oder Inhaltsstoffe gelöst),ist nicht zu sagen,wie deine Meßwerte der Leitfähigkeit zustande kommen.
Und ein letztes mal:was genau destillierst du und zu welchem Zweck?
Jetzt sind schon organische "Abfälle" und Nitrat enthalten.
Wenn da nichts kommt,bin ich hier raus.

AC-Gast.
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 03. Apr 2025 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

verdünntes Abwasser aus einer Kläranlage und bei Destillation wird manchmal ein bißchen mitgerissen , drum wird ja auch X mal destillliert für hochreine Anwendungen. Es wird in Edelstahl (304) destilliert, mit Glas kommt nichts heisses in Berührung.
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 04. Apr 2025 11:52    Titel: Abwässer Antworten mit Zitat

Zitat:
bei Destillation wird manchmal ein bißchen mitgerissen ,


Es ist etwas klarer,worum es geht,aber es bleibt offen,welche Anforderungen das Destillat erfüllen soll(vgl. Richtwerte an Siemens für Trinkwasser:
.. Die EU-Norm sah bis zum Jahr 2013 einen Grenzwert für den Leitwert von 400 Mikrosiemens vor. Für die Weltgesundheitsorganisation WHO liegt ein solcher Grenzwert bei 750 Mikrosiemens...).

Ich bleibe weiter dabei,daß das CO2 hier keine Rolle spielt,höchstens durch Aufnahme von CO2 aus der Luft nach der Destillation.
Aber wenn da "was mitgerissen" wird,ist das ein viel größere Fehlerquelle.
Dazu kommt,daß in organisch belasteten Abwässern u.U. auch Ammoniumslalze u.ä. vorliegen,wo teilweise Ammoniak mit übergehen kann.
Wenn das Destillat gewerblich angeboten werden soll,müssen jeweilige Richtlinien eingehalten werden,dafür u.U. mal mit Wasserwerkern Kontakt aufnehmen.Chemisch ist das hier eigentlich einfach.

AC-Gast.
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6781
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 04. Apr 2025 12:00    Titel: Antworten mit Zitat

Mich wundert, dass wenn es gewerblich ist, das Wasser überhaupt destilliert wird. Das ist sehr energieaufwendig und teuer.
In den Betrieben wo ich gearbeitet hatte, wurde das Wasser mittels Umkehrosmose RO Wasser oder Ionenaustauscher VE Wasser aufbereitet. Vorher Kalkmilchbehandlung, Sandfilter und Aktivkohlefilterung.


Zuletzt bearbeitet von Nobby am 04. Apr 2025 17:03, insgesamt einmal bearbeitet
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 04. Apr 2025 16:33    Titel: Wasser Antworten mit Zitat

Hi Nobby!
Das gehört halt zu den weiteren "Geheimnissen" in diesem thread.
Es gibt wirklich bessere Möglichkeiten zur Abwasseraufbereitung.

AC-Gast.
[email protected]
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Apr 2025 16:08    Titel: CO2 Antworten mit Zitat

Ich fasse nocmal zusamen. CO2 entsteht bei der Destillation zusammen mit Wasserdampf, eventuell auch Spuren von NH3. Ich will jetzt das Destillat auf Reinheit prüfen. Dazu habe ich µSiemenswert und PH-Messung. Ich mese a) direkt nach Destillation und b) nach Austreiben von eventuellem CO2 durch neues Erhitzen des Destillats auf 100 Grad. ich habe also 4 Messergebnisse
Vorher µS/PH 10 / 5,5
Nachher µS/PH abgekühlt, nach Ausdampfen luftdicht verschlossen 20 / 6

Was ich nicht verstehe ist, daß der µSiemens steigt.
Meine Erklärung ist, daß feinste Salzkristalle mitgerissen wurden, die sich erst später auflösen. Wie kann ich unter den Umständen berechnen, was vom µSiemens dem CO2 geschuldet war und was dem Salz. Jetzt habe ich gehört, daß reines Wasser wie verrückt CO2 "aufsaugt". Wie lässt sich sowas berechnen?
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6781
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 22. Apr 2025 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Es entsteht kein CO2, wenn Wasser destilliert wird.
Die Messwerte vor und nachher sind im Rahmen der Messgenaugikeit identisch. PH 5.5 zu 6. und 10 zu 20 μS. Temperatur konstant gehalten?

Destilliertes Wasser nimmt CO2 aus der Luft auf.
AC-Gast
Gast





BeitragVerfasst am: 22. Apr 2025 18:15    Titel: Siemens Antworten mit Zitat

Wo sollen denn die ungelösten Salzkristalle hekommen?
Mögliche Salze im Abwasser vor der Destillation sind gelöst.
Salze können allgemein als Aerosole auch in der Luft vorhanden sein(s. Meeresluft),aber auch im Aerosol sind die Salze gelöst(liegen dissoziiert vor).
Selbst wenn du unsauber destillierst("terhmisches Umschütten" ..),sind die Salze schon gelöst,bzw. würden sich nicht erst wieder im Destillat lösen.
Schau dir doch mal die Größenordnungen an bei den Leitfähigkeitswerten
(von dir gemessene und als Grenzwerte früher und heute gesetzlich vorgegeben).
Die Aufnahme von CO2 aus der Luft durch destilliertes Wasser als dynamischer Prozeß hängt von vielen Faktoren ab,ist schwer was zu berechnen.
Es reichen jedoch schon realtiv kleine Mengen,um z.B. den pH-Wert frisch destillierten Wassers zu verändern,das gilt dann auch für die Leitfähigkeit.
Aber eine echte Qualitätsminderung wäre das nicht.
Das hängt natürlich wieder vom Verwendungszweck des Destillats ab.
Die Leitfähigkeit ist eine mögliche Kenngröße,du kannst ja eine Destillatprobe zur chemischen Analyse schicken.
Und vielleicht verraten,wozu das ganze dient.

AC-Gast.
Guido
Gast





BeitragVerfasst am: 28. Apr 2025 21:37    Titel: CO2 Antworten mit Zitat

Nobby hat Folgendes geschrieben:
Es entsteht kein CO2, wenn Wasser destilliert wird.
Die Messwerte vor und nachher sind im Rahmen der Messgenaugikeit identisch. PH 5.5 zu 6. und 10 zu 20 μS. Temperatur konstant gehalten?

Destilliertes Wasser nimmt CO2 aus der Luft auf.


Ja doch, z.B. wenn im Wasser NaHCO3 war und sich das zerlegt hat.
Guido
Gast





BeitragVerfasst am: 28. Apr 2025 21:38    Titel: CO2 Antworten mit Zitat

Nobby hat Folgendes geschrieben:
Es entsteht kein CO2, wenn Wasser destilliert wird.
Die Messwerte vor und nachher sind im Rahmen der Messgenaugikeit identisch. PH 5.5 zu 6. und 10 zu 20 μS. Temperatur konstant gehalten?

Destilliertes Wasser nimmt CO2 aus der Luft auf.


Ja doch, z.B. wenn im Wasser NaHCO3 war und sich das zerlegt hat.
Guido
Gast





BeitragVerfasst am: 28. Apr 2025 21:45    Titel: Re: Siemens Antworten mit Zitat

AC-Gast hat Folgendes geschrieben:
Wo sollen denn die ungelösten Salzkristalle hekommen?

AC-Gast.


Wenn Salz mitgerissen wird von Dampf dann ist es ja nicht gelöst. Oder kann sich Salz im Dampf lösen? Also wenn ein salzhaltiges Tröpfchen (Aerosol) hochgerissen wird bei der Destillation und dann verdampft dieses Tröpfchen in der Zeit wo es mit dem Dampf unterwegs ist, könnten sich feine Kristalle bilden, die erst später sich völlig auflösen. So war mein Gedanke. Über die Anwendung darf ich leider nicht sprechen.
Guido
Gast





BeitragVerfasst am: 28. Apr 2025 21:46    Titel: Re: Siemens Antworten mit Zitat

AC-Gast hat Folgendes geschrieben:
Wo sollen denn die ungelösten Salzkristalle hekommen?

AC-Gast.


Wenn Salz mitgerissen wird von Dampf dann ist es ja nicht gelöst. Oder kann sich Salz im Dampf lösen? Also wenn ein salzhaltiges Tröpfchen (Aerosol) hochgerissen wird bei der Destillation und dann verdampft dieses Tröpfchen in der Zeit wo es mit dem Dampf unterwegs ist, könnten sich feine Kristalle bilden, die erst später sich völlig auflösen. So war mein Gedanke. Über die Anwendung darf ich leider nicht sprechen.

P.S. hier gibt es viel Probleme mit Bad Gateway (Cloudflare)
Nobby
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.10.2014
Beiträge: 6781
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 29. Apr 2025 05:42    Titel: Antworten mit Zitat

So ein Blödsinn.
Nehmen wir an wir haben eine Salzlösung, dann wird bei der Destillation das Wasser verdampft. Das Salz bleibt im Rückstand. Wenn tatsächlich Tröpfchen mit gerissen werden, dann sind die ja flüssig und haben keinen Grund gasförmig zu werden, da die Temperatur niedriger ist als im Kochkessel.es gibt keine Salzkristalle, die verdampfen.
Wenn dein Destillat leitfähig ist, warum noch keine Analyse auf Salz gemacht.

Ich sperre jetzt mal.
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